8. Tag - 05.06.2026

Sitia- Megara

Wir sind pünktlich am Flugplatz und werden positiv überrascht: die Landerechnungen sind fertig, mit ca 70 € vollkommen in Ordnung und mit nicht erwarteter Effizienz schleust uns das nette Personal von Skyserve durch den Sicherheitscheck auf das Vorfeld. Hauben runter und auf in die vorgewärmten Cockpits, die Sonne heizt schon mächtig ein. Dem Inselhüpfer von Olympic lassen wir den Vortritt, wegen ihm wurde der Airport ja geöffnet. Die Jungs von Skyserve stehen um uns rum, die paar Handgriffe machen wir selber.

250NM blaues Wasser der Ägäis liegen vor uns, mittlerweile ist es Routine. 3.000ft Höhe reichen für etwas Abkühlung und klaren Funk mit ATC. Die erste Teilstrecke ist kein noch so kleines Inselchen in Sicht, später erreichen rechts weitab Santorini und dann voraus Milos die uns nicht haben wollen. Der örtliche 2-mot Turboprop Inselhüpfer kreuzt unseren 330°-Kurs von Norden her und unterfliegt uns 1500ft tiefer, beide Seiten reporten Traffic in Sight, wir setzen fort. Wie bereits beim Abflug von Elefsis fliegen wir über den Ydra-Point auf der gleichnamigen Insel und drehen ein bißchen rechts um Megara direkt anzufliegen. Megara soll nur ein kurzer Tankstopp auf dem Weg nach Epitalio sein. Ein paar griechische Echomaschinen fliegen Platzrunden, der Tower schickt uns ins Holding um danach jede Maschine einzeln in die Platzrunde zu holen und zur Landung zu führen. Dies ist durchaus kurzweilig, schafft bei manchem Piloten ein bißchen Adrenalin oder wenigstens Schweiß oder beides und mindestens 25 weitere Flugminuten.

Schließlich sind fast alle auf der 26L gelandet und auf der parallelen 08L abgerollt, während die griechischen Piloten bei 32°C geduldig am Rollhalt warten. Bei hier nicht zu nennenden Kameraden gab es Verwirrung mit der Landerichtung und unerlaubten Besuch an der südwestlichen Intersection bei den Militärs von Megara. Taxi zum Apron, um Zeit zu sparen tankt nur eine Maschine, der Rest füllt Sprit aus den Maschinen mit den großen Tanks um. Keine Landegebühr, keine Parkgebühr, wir formieren uns auf dem Apron, Taxi to Holding Point Runway 08right. So schnell geht’s doch wieder nicht, wir üben Geduld und schauen den Griechen bei ihren Platzrunden zu, welche der Tower kurzweilig bespaßt. Derweil wartet eben dieser auf einen Ausflug für uns Richtung Epitalio und so schwitzen wir nochmal 20 Minuten in den Cockpits am Boden bei himmelschreienden Öltemperaturen.


Megara- Epitalo
Dann dürfen wir starten, auch diesmal One by One und es dauert bis wir uns oben wieder finden, diesmal ist Georg weg- der Formationsführer- und so setzen wir erst mal Richtung Westen fort. Kurz vor Korinth ist die Formation dann wieder beisammen, nun geht’s über das Erymanthos- Gebirge auf der Halbinsel Peloponnes. Es ist früher Abend, die Thermik schon schwächer und so können wir den Flug genießen. Die Hitze reicht weit nach oben, in 5.000ft habe ich immer noch 120° Öltemperatur. An der Westseite des Gebirges gleiten wir ab in Richtung Küste und rufen Epitalio, einen der ganz seltenen reinen GA- Flugplätze in Griechenland. Left Downwind tree one along the coastline, cleared for all aircraft, 900m Beton.

Der Flugplatzmanager und sein Gehilfe in schwarzer Kutte winken uns mit herzlichen Bewegungen in die Parkpositionen. Es ist spät geworden, zügig anbinden, ein großes Taxi für alle, wir nehmen unsere Kanister mit. Die Provinzhauptstadt Pygros macht einen leicht verschlissenen, betagten Eindruck, egal, wir brauchen heute nur Pizza und ein Bett, beides gelingt großartig. Anderntags holen wir Sprit an der Tanke, wir bekommen leihweise 60l Stahlfässer, da wird was fertig. Tanken auf dem Platz während das Taxi noch eine Runde zu BP fährt, Flugplan nach Ionninia, unser Ausflugspunkt aus Griechenland. Wenn der Plan funktioniert, endet dieser Tag in Italien. Bis dahin würde es noch spannend werden was ich so ein bißchen schon vermutete.


1. Leg

LGST Sitia - LGMG Megara

Plan


Mit freundlicher Genehmigung von SkyDemon

Flugroute:








2. Leg

LGMG Megara - LGEP Epitalio




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