4. Tag - 01.06.2026

Kavala- Elefsis statt Megara

Der Flugvorbereitungsraum von Kavala Lydia ist voll mit schicken Pilotinnen und Piloten in weißen Hemden mit beeindruckenden Schulterklappen. Daneben sehen wir wie Tramper aus den 70ern aus, dazu der Altersdurchschnitt, was solls, die Ambitionen sind andere. Flugplan nach Megara über SkyDemon, fast schon ehrfurchtsvoll warten wir auf die militärisch präzisen Abfluganweisungen vom Capitan.

Wieder Start in bester Formation nach Megara, hier teilen sich die Schönen und Reichen aus Athen mit GA-Maschinen und das das Militär einen Platz. Mit Verweis auf striktes Nachtparkverbot war die Anmeldung ein Leichtes im Gegensatz zu den griechischen Airports, Handler gibt’s auch keinen. Ohnehin war eh nur ein Tankstop geplant. Es würde anders kommen, aber das wussten wir noch nicht.

Nach 40 Meilen blauem Mittelmeer überfliegen wir die an Chalkidiki hängenden drei Halbinseln Athos, Sithonia und Kassandra. Weitere 40 Meilen über Wasser bis wir querab Skiathos die Insel Euböa sehen. Das Routing führt uns über Chalkida, an welcher schon in grauer Vorzeit eine Brücke die Verbindung zwischen Euböa und dem Festland herstellte. Weiter mit Süd-Südwest sehen wir auf 10 Uhr den Penteli, einen der Athener Hausberge. Kein Kontakt mit Megara, wir fragen bei Elefsis Tower nach. Tatsächlich ist Megara heute geschlossen, nur heute und irgendwie hatten wir das NOTAM übersehen. Wir sprechen mit Elefsis Tower welcher unsere Endurance erfragt und uns nach 15 Minuten Kreisen zur Landung 18 freigibt. Spätestens jetzt wird uns klar, dass wir auf einem Military landen werden.

Ein follow-me holt uns an der zweiten Intersection ab, wir rollen auf ein glühend heißes Vorfeld. Im Geländewagen fährt der Flugplatzchef vor, erstes Interview. Ein betagter Militärbus bringt uns in eine gekühlte Baracke, Papiere gegen Kaffee, ein ziviler Transporter wird organisiert. Georg und ich werden mit unserem Benzinkanisterberg aus dem Flughafengelände zur örtlichen Tankstelle in Elefsina gebracht. Währenddessen läuft die Zeit für unseren Slot in Astypalaia, der ja auch nur paar Stunden am Tag offen hat. Mittlerweile ist das alles ein sehr sympathisches Miteinander, die Militärs haben nun für die nächsten Tage ein Gesprächsthema, wir tanken und Georg tippt einen Flugplan ins Tablet, genaue Abfluganweisungen kommen vom Capitan persönlich, das war beim letzten Flugplatz auch schon so. Die Aktion belastet unser Landing-Fee und Handling-Budget symphatischer Weise überhaupt nicht, Ressourcen für ein kleines Boat-Trip-Sondervermögen werden aufgebaut.


Elefsis- Asytpalea

Sauberer Formationsstart auf der 18 zur Freude des Capitan, der anwesenden Offiziere und Soldaten, Ausflug wie befohlen über YDRA in 2.000ft, Athen liegt nun links vom Kurs. 150 Meilen Ägäisches Meer vor uns, rechts die Inseln Milos und Santorini, links Paros und Naxos, Kurs 096°. Die Rotaxe schnurren, nach knapp 2 Stunden kommt Astypalea in Sicht. Landung One by one, das können wir auch, aber trotzdem schade um die Ressourcen während drei Go Arround weil es für eine clear runway doch zu dicht geworden wäre.

Artig versammeln wir uns auf dem Vorfeld während uns die Airport Station Managerin von Skyserve begrüßt. Geflissentlich werden die leeren Kanister übersehen, welche wir schlecht getarnt so unauffällig wie möglich durch das Flughafengebäude schmuggeln. Das wir nicht tanken dürfen ist das Eine, dass wir ohne Sprit nicht weiterkommen das Andere. Zwischen den Zeilen war das bei der PPR schon besprochen worden, erlaubt wars nicht, nun ging es pragmatisch einfach- jedenfalls raus aus dem Flugplatz. Taxi zum traumhaften Pylaia Boutique Hotel & Spa auf dem Exi Nisi genannten Westteil der Insel welches uns erst mal sprachlos macht. Später wandern wir die Serpentinen zum Meer hinunter und gehen schwimmen.


1. Leg

LGKM Kavala - LGEL Elefsis Airport

Plan:


Flugroute








2. Leg

LGEL Elefsis Airport - LGPL Astypalea



Plan:




Mit freundlicher Genehmigung von SkyDemon


Flugroute:






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